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FEEDBACK

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ERNST sieht „Blinde Flecken“

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…Nun sind sie zu sehen: Sie erzählen aus ihrem Leben, ihrem alten und ihrem neuen. … Und wie es ist, wenn man sich eingestehen muss, dass es nicht wieder so wird wie es mal war, so ganz normal. … Und Anders Lang begleitet diese Gespräche, diese Interviews, auch die Momentaufnahmen in Küche und Wohnzimmer, auf der Straße oder im Park mit berückend starken visuellen Bildern und unterlegt von einer ganz wunderbar-verspielten Musik. …

(Frank Keil | ERNST-Magazin)

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Mit Scheuklappen durch die Welt

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„Ich schau durch ein Loch nach draußen und die Welt rauscht an mir vorbei.“ So beschreibt Anders Lang, wie er nach einem Schlaganfall vor neun Jahren nun seine Umgebung sieht. 

Der Anfall hat einen Teil seines Sehzentrums zerstört.

Lang hat drei beeindruckende Protagonisten gefunden, die gut über ihre Krankheit reden  und genau so viele Einblicke in ihr Privatleben zulassen, dass man versteht, wie anders ihr Leben geworden ist.

Die drei erzählen auch davon, wie tief und dunkel die seelischen Löcher waren, in die sie fielen: Roland hatte Selbstmordgedanken, für Michael schien die berufliche Existenz in Trümmern zu liegen und Barbara hatte schreckliche Angst davor, ganz zu erblinden.

Umso beeindruckender ist es, wie gut die drei es inzwischen geschafft haben, ihre Leben wieder zu meistern.

„Betroffenheitskino“ wollte Anders Lang  auf keinen Fall machen. Dass ihm dieser Film so gut gelungen ist, zeigt ja, wie gut sich die Menschen auch an diese Beeinträchtigung anpassen können.

(Wilfried Hippen | taz)

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Das Leben neu erfinden müssen

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Der Hamburger Filmemacher Anders Lang war Anfang 40, als er eines Morgens erwachte, und um ihn alles dunkel war. …. Er suchte andere Betroffene und traf zwei Männer und eine Frau, die wie er trotz massiver Verluste des Sehvermögens ihr Leben neu erfinden mussten und durfte sie mit der Kamera begleiten. Am Dienstagabend stellte er den Film im gut besuchten Tübinger Kino Arsenal vor. … 

„Man kann das verlorene Gesichtsfeld nicht wiederherstellen“, sagte die Augenärztin Susanne Klosinski, die die Forschungseinheit für Visuelle Rehabilitation am Tübinger Uniklinikum (UKT) leitet. „Aber es gibt viele Wege, den Alltag neu zu gestalten.“ …

Manchmal reichen kleine Tricks, auf die Patienten auch selbst kommen: Man hält beispielsweise die Seite oder das Tablet schräg, und die jeweilige Zeile wird trotz Gesichtsfeldeinschränkung wieder lesbar. Weitere Beispiele zeigte der Film. „Es macht Hoffnung, wie die Menschen sich selber helfen“, sagte eine Zuhörerin. Deshalb findet sie die Doku auch für Akutpatienten wichtig: „Damit sie sehen, dass sie nicht ausgeliefert sind.“

Auch der Regisseur ist immer noch begeistert von der „Kreativität der Protagonisten“. 

Er staunte, „welche Entwicklung die hingelegt haben“. 

(Dorothee Hermann | Schwäbisches Tagblatt)

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